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Nach längerer Trockenheit setzt kurz nach Fahrtantritt des Reisebusses leichter Regen ein. Einige Fahrgäste klagen über zu hohe Temperaturen im Bus. Der Fahrer schaut kurz nach unten und regelt die Temperatur. Als er seinen Blick wieder nach vorne richtet, zeigt die Ampel Rot. Er bremst. Von rechts kommt ein Auto. Wie kann es zu solchen Situationen kommen? Warum ist der Bremsweg so lang? Was kann man tun, um solche gefährlichen Situationen zu vermeiden? Omnibusse gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln. Kommt es jedoch zu
einem Unfall, ist er meistens spektakulär, weil viele Personen betroffen sind. Programmziele Fahrgäste sind nicht bei einem "Fahrperfektionisten" am besten aufgehoben, sondern bei einem Fahrer, der erst gar nicht in Risikosituationen gerät. Deshalb lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Sicherheitsprogramms, Risiken des Straßenverkehrs richtig einzuschätzen, um Gefahren besser vermeiden zu können. Das Programm ist also kein Fahrfertigkeitstraining zur Bewältigung brenzliger Situationen. Vielmehr erkennen die Teilnehmer, daß solche Situationen schneller als vermutet entstehen können und im Realverkehr kaum beherrschbar sind. Außerdem lernen sie, daß ein gestreßter und verärgerter Fahrer ein sehr hohes Risikoprofil hat. Der richtige Umgang mit Streß, Ermüdung und Ärger ist daher ein wichtiges Programmziel. Das Programm bringt jedem Fahrer einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn, auch
dem Profi mit langer Fahrpraxis.
Die Teilnehmer erleben und erfahren u.a. Situationen
auf dem Übungsplatz, bei denen die Kontrolle des Fahrzeugs nicht mehr möglich
ist. So lernen sie die Folgen kennen, die aus falschen Einschätzungen von
Verkehrssituationen resultieren können und diskutieren gemeinsam Einstellungs-
und Verhaltensalternativen. Inhalte und Methoden Die Moderation bezieht die Kenntnisse und individuellen Erfahrungen der
Teilnehmer mit ein und vermittelt neues Wissen und neue Erfahrungen. Bei der
Diskussion von schwierigen Verkehrssituationen spielen eine Rolle:
So wird den Fahrern klar, wie verschieden Verkehrssituationen beurteilt werden können. Schwerpunkt des Programms sind die Übungen mit den eigenen Fahrzeugen. Dabei
lernen die Teilnehmer beispielsweise, richtig zu bremsen. Sie erleben die
Vorteile der Technik, aber auch deren Grenzen. Programmdurchführung Das eintägige Programm für Reisebusfahrer wird von erfahrenen und speziell
ausgebildeten Moderatoren geleitet. Es wird bundesweit sowohl auf einigen festen
Plätzen als auch mobil angeboten. |
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